Rundreise Gardasee Verona Venedig

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Rundreise Gardasee, Verona, Venedig

Unsere Rundreise Gardasee Verona Venedig unternahmen wir im Juli 2021.

Zuerst fuhren wir an den nördlichen Gardasee, genauer gesagt nach Riva del Garda. Während des Aufenthalts in Riva del Garda unternahmen wir Tagestouren nach Limone sul Garda und Malcesine. Danach fuhren wir für zwei Tage nach Venedig.

Dabei nutzen wir die Fahrt nach Venedig für einen Besuch in Verona. Auf dem Rückweg legten wir noch einen Stopp ganz im Süden des Gardasees in Sirmione ein, ehe wir noch einmal zum Nordufer zurückkehrten.

Gardaseeder Hafen von Malcesine

Übersicht der Rundreise

1. Tag Anreise zur Rundreise Gardasee Verona Venedig

Da die Anreise von Dresden zum Gardasee mit 830 km relativ lang ist, haben wir eine Zwischenübernachtung eingelegt. Dafür haben wir Innsbruck gewählt. Innsbruck hat sich angeboten, da die Stadt nur rund 30 km vom Brennerpass entfernt ist. Dadurch konnten wir diesen am nächsten Tag relativ zeitig und somit vor der großen Reisewelle überqueren. Außerdem liegt Innsbruck direkt an der Autobahn, so dass kein Umweg nötig war.

Innsbruck

In Innsbruck selber sind wir am frühen Nachmittag angekommen, weshalb noch Zeit für einen kurzen Stadtbummel war. Auf unserem Besichtigungs- programm stand selbstverständlich die Bergiselschanze sowie die bezaubernde Altstadt. Von der Altstadt mit ihren vielen historischen Gebäuden wie zum Beispiel dem Haus mit dem goldenen Dachl waren wir sehr überrascht. Mit einer solch schönen Altstadt hätten wir nicht gerechnet.

2. Tag Ausflug in das Tennotal

Am nächsten Morgen starteten wir relativ früh, da vor uns noch eine Strecke von ca. 260 km lag. Die Maut für den österreichischen Teil des Brennerpasses (10 EUR je Fahrt) haben wir genauso wie die Autobahnvignette im Vorfeld online über die Seite https://www.asfinag.at erworben. Dies ist in jedem Fall empfehlenswert, denn an den Mautstellen stehen einem dann extra Fahrspuren zur Verfügung. Dadurch kommt man schnell und unkompliziert voran.

Für die Fahrstrecke von Innsbruck nach Riva del Garda haben wir ca. dreieinhalb Stunden benötigt. Unser Glück war, dass wir an einem Freitagvormittag gefahren sind,. Denn in der Hochsaison ist die Strecke sehr anfällig für Stau. Neben der österreichischen Maut fällt außerdem eine italienische Maut an. Die Höhe dieser richtet sich danach, wie weit man fährt. Für die Nutzung der A 22 von der Grenze bis zum Gardasee Nord (Ausfahrt Roverto Süd) betrug die Maut 12,80 EUR.

Da wir bereits Mittags am Gardasee ankamen, nutzten wir die Gelegenheit für einen Halbtagesausflug in das Tennotal. Danach checkten wir für die ersten drei Nächte im Rahmen unserer Rundreise Gardasee Venedig Verona im Hotel Lido Palace ein.

Lago di Tenno

Zuerst fuhren wir von Riva del Garda aus auf der Staatsstraße 421 14 km in die Berge. Dabei war unser Ziel der Lago di Tenno. Dort stehen genügend gebührenpflichtige Parkplätze (2 EUR/Std.) zur Verfügung. Vom Parkplatz aus sind es nur wenige Schritte, bevor man den schönen, türkisfarbenen See erreicht.

Der Lago di Tenno hat eine Oberfläche von ca. 195.000 m² sowie eine Tiefe von 47 m. Er wird zudem von Bergen umrahmt. Da der See keinerlei Zuflüsse hat, speist er sein Wasser ausschließlich aus den Bergen. Das Wasser ist daher glasklar. Außerdem sind auf dem Grund des Sees Bäume erhalten geblieben, die wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert stammen. Falls man sich etwas erfrischen will, kann man im See auch schwimmen. Ein Rettungsschwimmer überwacht, dass nichts passiert. Darüber hinaus sorgt ein kleiner Imbiss für das leibliche Wohl.

Wenn man genauso wie wir den See bei einem Spaziergang umrunden will, sollte man für den Besuch ca. 2 Stunden einplanen.

Dorf Tenno

Nachdem wir den Lago di Tenno ausgiebig genossen hatten, fuhren wir auf der Staatsstraße 421 3 km talwärts zum Dorf Tenno. Unser Auto parkten wir in der Mitte des Dorfes nahe der Apotheke, denn hier befindet sich ein kleiner, kostenfreier Parkplatz.

Dann gingen wir in Richtung der Burg, da diese mit der Hauptattraktion, dem mittelalterlichen Dorf Frapporta in unmittelbarer Verbindung steht. In dem Dorf Frapporta gibt es neben den alten Häusern des weiteren einen alten Dorfbrunnen und ein Grab aus dem Hochmittelalter zu sehen. Zudem kommt man am Ende des Dorfes zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man einen traumhaften Blick auf den Gardasee hat. Die Burg, die im zwölften Jahrhundert erbaut wurde, befindet sich heute in Privatbesitz und kann daher leider nur von außen besichtigt werden.

Danach gingen wir noch auf die anderen Seite der Hauptstraße. Dort befinden sich in der Nähe der Kirche weitere mittelalterliche Dorfbauten. Diese sind ebenfalls recht sehenswert.

Wasserfall von Varona

Schließlich fuhren wir weitere 3 km auf der Staatsstraße 421 in Richtung Riva del Garda. Dann erreichten wir den letzten Halt unserer Halbtagesausflugs, den Wasserfall von Varona (www.cascata-varone.com/de/varone-wasserfall.htm).

Das Besondere an diesem Wasserfall ist die tief ausgebildete Schlucht. Der Wasserfall hat seinen Ursprung im Lago di Tenno, denn sein Wasser speist den Fluss Magnone. Dieser bildet zuerst den Wasserfall und mündet später unter neuem Namen im Gardasee.

Zu besichtigen sind sowohl die untere als auch die obere Grotte. Der Weg zwischen beiden Grotten ist weder beschwerlich noch lang. Dafür kommt man an diversen Anpflanzungen eines botanischen Gartens vorbei, der ebenfalls sehr sehenswert ist.

Der Wasserfall ist täglich zwischen 9 und 17 Uhr zu besichtigen, wobei der Eintritt sechs Euro pro Person kostet.

Dafür stehen kostenfreie Parkplätze sich in unmittelbarer Nähe zum Eingang zur Verfügung.

3. Tag Tagesausflug nach Limone sul Garda

Heute unternahmen wir einen Halbtagsausflug nach Limone sul Garda. Bis Anfang der 1930er Jahre war Limone sul Garde nur über unwegsame Pfade bzw. per Schiff erreichbar. Erst danach wurde eine Straße eröffnet, die den Ort mit anderen Gemeinden besser verband.

Wir hätten für die Fahrt von Riva del Garda aus entweder öffentliche Verkehrsmitteln wie den Bus bzw. das Boot oder das eigenen Auto nehmen können. Schließlich entschieden wir uns für das Auto. Die Fahrstrecke von 20 km führte direkt am See entlang, wobei immer wieder Tunnel zu durchfahren waren. Dort angekommen parkten wir direkt im Ortszentrum, wo ein modernes Parkhaus zur Verfügung steht.

Gardasee Limone sul Garda Blick in den Hafen

Das kleine ursprüngliche Fischerdörfchen mit etwas mehr als 1000 Einwohnern ist inzwischen ein beliebter Touristenort mit vielen modernen Hotels. Limone sul Garda liegt am Westufer des Gardasees, dort wo die Felswände nahe am Ufer steil herauf ragen. Dadurch ist der Ort sehr schmal. Der sehenswerte Teil des Ortes befindet sich von der Hauptstraße hinunter Richtung Gardasee. Dort liegt auch der sehr hübsche Hafen um den sich viele Restaurants und Cafés gesellen.

Zitronenbäume prägen auch heute noch das Stadtbild genauso wie die kleinen Gassen mit den hübschen Steinhäuschen. Wer mehr über den Zitronenanbau erfahren möchte, kann darüber hinaus das Zitronenmuseum besichtigen. Sowohl von der alten Pfarrkirche als auch der San Rocco-Kapelle hat man einen sehr schönen Blick auf den Ort sowie den Gardasee.

Nachdem wir im frühem Nachmittag wieder in Riva del Garda angekommen sind, entspannten wir noch etwas im Lido Palace.

4. Tag Tagesausflug nach Malcesine

Am heutigen Tag unternahmen wir mit dem Boot einen Ausflug nach Malcesine. Der Hafen in Riva del Garda liegt zentral in der Ortsmitte nahe dem Glockenturm. Die Bootsfahrt nach Malcesine führt über Limone sul Garda, dauert ca. 50 Minuten und kostet rund zehn Euro pro Person.

Malcesine liegt am Ostufer des Gardasees am Fuße des Monte Baldo. Das Ortsbild von Malcesine ist durch bunte Häuschen und enge holprige Gassen geprägt. Auch verfügt der Ort über einen hübschen Hafen.

Wenn man mit dem Boot ankommt hat man schon von weitem einen wunderschönen Blick auf das Wahrzeichen des Ortes, die Skaligerburg. Diese thront oberhalb des mittelalterlichen Dorfkerns. Der Eintritt in die Burg kostet sechs Euro. Unserer Meinung nach gut investiertes Geld. Denn die Burg ist sehenswert. Außerdem beherbergt sie zwei Ausstellungen, eine naturkundliche und eine geschichtliche. Auch hat man von hier einen tollen Ausblick auf den Gardasee und den Ort.

Wer etwas mehr Zeit hat als wir, kann mit einer Seilbahn auch auf den Monte Baldo fahren und dort wandern oder die schönen Ausblicke genießen.

Zurück nach Riva del Garda sind wir mit einem öffentlichen Bus gefahren. Die Fahrt dauerte ca. 20 Minuten und hat 2,80 EUR pro Person gekostet.

5. Tag Riva del Garda

Am 5. Tag unserer Rundreise Gardasee Verona Venedig genossen wir Riva del Garda. Der Ferienort liegt am Nordufer des Gardasees, dort wo der See an einen Fjord erinnert. Riva del Garda ist mit rund 17.000 Einwohnern einer der größeren Orte am Gardasee.

Aufgrund seiner Windverhältnisse ist er bei Windsurfern sehr beliebt. Aber auch Wanderer und Kletterer finden durch die in direkter Nähe liegenden Berge ideale Möglichkeiten ihrem Hobby nachzugehen. In den letzten Jahren hat sich Riva del Garda auch als ein beliebtes Ferienziel für Mountainbiker entwickelt. So findet hier jährlich ein Bike-Festival statt.

Sehenswertes in Riva del Garda

Das Wahrzeichen der Stadt ist der Torre Apponale, ein 35 m hoher Uhrenturm, der am Westhafen steht. Der Turm wurde bereits Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut und diente anfänglich der Überwachung des Hafens. Später wurde er als Gefängnis genutzt. Sofern man eine gute Kondition hat, kann man heutzutage auf den Turm steigen und die schöne Aussicht genießen.

In der Nähe des Uhrenturms befindet sich die Stadtburg (Foto oberhalb), die heute das städtische Museum beherbergt. Unter anderem werden hier Gemälde und archäologische Funde ausgestellt.

Der Hafen von Riva del Garda war schon in Mittelalter bekannt. Von hier starten die Ausflugsschiffe zum Beispiel nach Limone sul Garda und Malcesine oder auch bis an die Südspitze des Gardasees.

Ein schöner Aussichtspunkt in Riva del Garda ist bei der alte Bastion. Errichtet wurde die Bastion von der Republik Venedig um 1500 mit dem Ziel, die von Norden kommenden Wege zu beobachten und den Ort zu verteidigen.

Heute beherbergt die Bastion ein Restaurant und Café. Man kann diese entweder zu Fuß oder mit einer kleinen Seilbahn erreichen. Die Fahrt mit dieser kostet die einfache Strecke vier Euro und bei gleichzeitiger Buchung der Hin- und Rückfahrt sechs Euro.

Schön fanden wir auch die Altstadt mit ihren lebendigen Gassen und eleganten Plätzen. Die vielen Geschäfte laden auch zu einer Shoppingtour ein. Und danach kann man in den vielen landestypischen Restaurants gut essen und trinken.

In Riva del Garda gibt es auch einen Badestrand. Dieser ist zwar steinig, trotzdem kann man einen Strandtag genießen.

6. Tag Tagesausflug nach Verona

Am Tag 6 hieß es zunächst Abschied nehmen vom Gardasee, denn wir wollten im Rahmen der Rundreise Gardasse Verona Venedig für ein paar Tage Venedig besichtigen. Dies bot sich aufgrund der Entfernung an. So beträgt die Fahrtstrecke vom Gardasee nach Venedig nur rund 200 km und das auf einer gut ausgebauten Autobahn. Theoretisch wäre sogar ein Tagesausflug vom Gardasee aus möglich.

Die Fahrstrecke führt direkt an Verona vorbei. Daher entschlossen wir uns, in Verona eine Pause einzulegen und auch noch diese Stadt zu besichtigen. Allzu große Erwartungen hatten wir nicht, um so mehr wurden wir positiv überrascht. Im Nachhinein wären wir gerne länger geblieben.

Mehr Wissenswertes über Verona findet ihr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Verona

Blick auf Verona
Empfehlung zum Parken

Geparkt haben wir in einem sehr modernen Parkhaus, dem Parcheggio Centro.

Dieses ist sehr gut von der Autobahn erreichbar und liegt trotzdem nahe dem Stadtzentrum. In nur 20 Minuten erreicht man zu Fuß die Arena von Verona. Auch verkehren von hier Shuttlebusse in die Altstadt. Die Parkgebühren sind sehr fair, denn sie betragen nur 1 EUR je Stunde.

In der Parkgarage gibt es sehr saubere Toiletten. Auch ein kleiner Kiosk, der Snacks sowie Getränke anbietet, befindet sich hier.

Wir starteten unseren Stadtbummel von hier. Die wichtigsten Sehenswürdig-keiten von Verona stellen wir nachfolgend in der Reihenfolge unserer Besichtigung dar.

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Unser Stadtrundgang
Arena von Verona

Zuerst kamen wir an der Arena von Verona vorbei. Sie ist neben dem Balkon von Romeo und Julia das Wahrzeichen der Stadt.

Die Arena liegt im historischen Stadtzentrum. Errichtet wurde sie um 30 n. Chr. Früher fasste das antike Amphitheater, in dem Gladiatorenkämpfe ausgetragen wurden, 30.000 Zuschauer.

Vom ursprünglichen Bauwerk sind noch 138 m × 109 m erhalten geblieben, bei einer Höhe von rund 24,1 m. Damit ist die Arena in Verona immer noch das drittgrößte der erhaltenen antiken Amphitheater. Heutzutage finden hier jeden Sommer Opernaufführungen vor bis zu 22.000 Zuschauern statt.

Castelvecchio und Ponte Scaligero

Danach gingen wir zum Castelvecchio (deutsch Alte Burg).

Dabei handelt es sich um eine Kastellburg der Scaliger, die ca. 1350 errichtet wurde. Sie diente als Schutz vor äußeren Feinden aber auch vor Übergriffen der eigenen Bevölkerung.

Seit Anfang der 1960er Jahre beherbergt die Burg ein Museum, in dem Werke der Veroneser Malerei von der Gotik bis zum 17. Jahrhundert gezeigt werden.

Unmittelbar an das Chatselvecchio schließt sich die Scaligerbrücke an, die wir danach überquerten.

Die Ponte Scaligero oder auch Ponte di Castelvecchio ist eine mittelalterliche Brücke, die über die Etsch führt.

Archäologischs Museum und römisches Theater

Unsere nächsten Besichtigungspunkte waren das Archäologische Museum und das römische Theater. Beide liegen auf dem Hügel S. Petro und damit auf der linken Seite der Etsch.

Das Archäologische Museum befindet sich in einem früheren Kloster. Seit 1923 werden hier antike Fundstücke aus der Umgebung von Verona gezeigt. Zugänglich ist das Museum über das römische Theater.

Das antike römische Theater wurde 20 v. Chr. errichtet und ist auch für Besucher geöffnet. Gelegentlich finden hier wieder Theateraufführungen statt.

Um zum Hügel S. Petro zu gelangen, überquert man die Etsch am besten über die Ponte Pietra (deutsch Steinbrücke).

Die Ursprünge der Brücke gehen bis 100 v. Chr. zurück. Die Brücke mit ihren fünf Bögen ist sehr malerisch und auch ein Fotomotiv wert.

Wir überquerten sie sowohl auf dem Weg zum römischen Theater als auch von dort wieder zurück zur Altstadt.

Piazza delle Erbe, Torre die Lamberti und Piazza dei Signori

Danach gingen wir zum Piazza delle Erbe. Der Piazza liegt in der historischen Altstadt, ca. 450 m von der Arena entfernt.

Während aller Jahrhunderte war der Piazza Zentrum des politischen und wirtschaftlichen Lebens in Verona. Hier finden sich sowohl Marktstände als auch etliche Cafés und Geschäfte.

Ander westlichen Ecke des Piazza delle Erbe befindet sich der Torre die Lamberti.

Mit 84 m Höhe ist der Glockenturm eines der höchsten Bauwerke von Verona.

Er ist auch eine beliebte Touristenattraktion, denn er hat eine Aussichts-plattform. Diese erreicht man entweder zu Fuß über 368 Stufen oder mit dem Lift. Von hier oben hat man einen schönen Blick auf die Stadt.

Die Piazza dei Signori ist von Bauten und Monumenten mit großer historischer und architektonischer Bedeutung umgeben.

In der Mitte des Platzes steht eine 3 m hohe Statue, die Dante in nachdenklicher Pose zeigt. Daher wird der Platz manchmal auch Piazza dei Dante genannt.

Familienfriedhof der Scaliger

Als nächstes gingen wir zur kleinen Kirche Santa Maria Antica.

Bei dieser befindet sich der Familienfriedhof der Scaliger. Der Friedhof ist von einem schmiedeeisernen Zaun umgeben, kann aber zu bestimmten Zeiten besichtigt werden.

Das älteste Grabmal stammt aus dem Jahr 1277. Die Grabmale sind aus Stein gearbeitete Sarkophage, die erhöht aufgestellt wurden. Wir hatten so etwas vorher noch nicht gesehen und waren sehr beeindruckt.

Balkon von Romeo und Julia

Ehe wir uns auf den Rückweg machten, gingen wir noch zu dem zweiten Wahrzeichen der Stadt.

Dabei handelt es sich um den Balkon von Romeo und Julia. Dieser befindet sich im Innenhof der Via Cappello Nr. 23 und somit ca. 150 m vom Piazza delle Erbe entfernt.

Ob es es sich tatsächlich um den Originalbalkon handelt, ist umstritten. Außer dem Balkon und einer Statue gibt es auch nicht viel zusehen. Dennoch gehört er für uns auf jeden Fall zu einer Stadtbesichtigung von Verona.

Damit endete unser kurzer Abstecher in Verona. Wir gingen zum Parkplatz und fuhren weiter nach Venedig, wo wir nach rd. 100 km Fahrstrecke am frühen Abend ankamen.

Würden wir die Reise noch einmal planen, würden wir mindestens eine Übernachtung in Verona vorsehen. Uns hat es hier sehr gut gefallen.

7./8. Tag Venedig

Venedig ist jedem ein Begriff und für viele ein Sehnsuchtsziel. Deswegen waren auch wir sehr gespannt auf die Stadt.

Vor unserer Reise überlegten wir, wo wir übernachten sollten. Entweder in der historischen Altstadt oder doch lieber etwas außerhalb. Wir entschieden uns für letzteres, denn wir wollten nach der Stadtbesichtigung noch etwas Ruhe genießen. Durch Recherchen sind wir auf die Villa Barbarich gestoßen, die uns genau das bot. Im Rahmen unserer Rundreise Gardasee Verona Venedig blieben wir hier drei Nächte. Dank des hoteleigenen Busshuttles war die historische Altstadt von Venedig sehr gut erreichbar.

Das historische Zentrum von Venedig liegt auf mehr als 100 Inseln in der Lagune von Venedig. Rund 400 Brücken verbinden die Inseln miteinander, so dass man leicht von einer Insel zur nächsten kommt.

Mehr Wissenswertes über Venedig findet ihr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Venedig

Rundreise Gardasee Verona Rialtobrücke

Die historische Altstadt ist autofrei. Hier bewegt man sich entweder zu Fuß oder auf dem Wasser fort. Es gibt nicht nur Wasserbusse (Vaporetti), die in mehreren Linien nach einem festen Fahrplan verkehren, sondern auch Wassertaxis.

Vom Festland aus verkehrt eine Straßenbahn (T 1) bis an den Rand der Altstadt. Alternativ kann man die Altstadt auch mit dem Zug oder dem Auto erreichen. Am Piazzale Roma gibt es Parkhäuser, die mit bis zu 40 EUR / Tag sehr teuer sind. Wir empfehlen daher, lieber auf dem Festland in Venedig Mestre zu parken und dann die Straßenbahn zu nehmen.

Unser Stadtrundgang durch Venedig

Wir begannen unsere Stadtbesichtigung vom Piazzale Roma aus.

Als erstes kamen wir an der wohl bekanntesten Brücke der Stadt vorbei. Die Rialtobrücke führt über den Canal Grande und ist 48 m lang und 22 m breit.

Sie war vor 1854 der einzige Fußweg über den Canal Grande.

Danach gingen wir in Richtung Markusplatz (Piazza San Marco). Mit einer Länge von 175 m und einer Breite von 82 m ist das ein sehr großer Platz. Bekannt ist er auch für die vielen Tauben, die ihn bevölkern.

Leider gibt es hier außer in den Restaurants keine Sitzmöglichkeiten. Dadurch und aufgrund der guten Lage können die Restaurants fast jeden Preis verlangen. So kostet beispielsweise ein Cappuccino 17 EUR!

Rund um den Markusplatz

Am Markusplatz befindet sich auch der Markusdom. Diesen kann man besichtigen, doch muss man etwas Zeit für das Anstehen einplanen. Außerdem muss man die Kleiderordnung beachten, sonst war das Warten umsonst.

Der Eintritt selber ist kostenlos. Lediglich für einige Räume sowie zusätzliche Leistungen wie einen Audioguide muss man bezahlen.

Am Markusplatz befindet sich auch ein Glockenturm. Dieser wurde um 1500 errichtet. Das Ziffernblatt zeigt die Sonnen- und Mondphasen sowie die Tierkreiszeichen an.

Der aus Ziegeln errichtete Markusturm diente früher den Seefahrern als festes Landzeichen. Mit 96 m ist er das höchste Gebäude von Venedig. Für 12 EUR kann man den Turm hinauffahren und so den Blick über die Stadt genießen. Aber auch hier ist mit langen Wartezeiten zu rechnen.

Nachdem wir den Markusplatz erkundet haben, orientierten wir uns in Richtung des Wassers. So kamen wir zum Dogenpalast.

Als Dogen bezeichnete man die Staatsoberhäupter der Republik Venedig zwischen dem 8. und 17. Jahrhundert. Der Dogenpalast ist eines der schönsten und bekanntesten Bauwerke Venedigs.

Der erste Bau wurde um 814 erreichtet. In den folgenden Jahrhunderten mussten auf Grund diverser Zerstörungen mehrere Veränderungen vorgenommen werden. Dadurch entstand ein spannender Mix aus Byzanz, Gotik und Renaissance.

Der Dogenpalast kann für 20 EUR Eintritt besichtigt werden.

Später gingen wir noch zur Seufzerbrücke. Diese verbindet den Dogenpalast mit dem ehemaligen Gefängnis. Diese schmale, 11 m lange Brücke wurden um 1600 aus Marmor errichtet.

Über die Brücke konnten damals die Gefangenen aus dem Gefängnis zur Verhandlung in den Dogenpalast gebracht werden. Der wohl berühmteste Gefängnisinsasse war übrigens Casanova.

Weitere Impressionen

Bevor wir uns auf den Rückweg machten, schlenderten wir noch ein wenig durch die teils sehr engen Gassen. Hier noch ein paar Impressionen.

Bei Touristen sehr beliebt sind auch die berühmten Gondeln. Wenn man mit einer der Gondeln eine Stadtrundfahrt machen möchte, sollte man ca. 60 EUR die Stunde einplanen.

Unser Rückweg über den Canal Grande

Nachdem wir uns alles was wir wollten angesehen hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Da man in Venedig auch einmal auf einem der vielen Kanäle fahren sollte, nahmen wir den Wasserbus. Vom Markusplatz fuhren wir über den Canal Grande bis zum Ausgangspunkt unserer Tour, dem Piazzale Roma.

Der Canal Grande gehört auch zu den Top Sehenswürdigkeiten. Mit einer Länge von knapp vier Kilometern ist er die Hauptwasserstraße der Stadt. Teilweise ist der Canal Grande bis zu 70 m breit. Insgesamt vier Brücken, so auch die berühmte Rialtobrücke, überspannen den Kanal. Da sich viele Sehenswürdigkeiten am Ufer des Kanals befinden, eignet sich eine Wasserbusfahrt auch gleich als eine Stadtrundfahrt. Wir fanden die Stadtansichten vom Wasser aus sehr schön.

Am Piazzale Roma angekommen, ging ein anstrengender aber auch spannender Tag zu Ende. Unsere Erwartungen an Venedig waren hoch und wurden dennoch erfüllt.

9. Tag Tagesausflug nach Sirmione

Rundreise Gardasee Verona Venedig Sirmione Castello

Nach dem Aufenthalt in Venedig war unsere Rundreise Gardasee Verona Venedig fast zu Ende. Da die Entfernung von Venedig nach Dresden mehr als 1.000 km beträgt, planten wir noch zwei Übernachtungen am nördlichen Gardasee ein. Die Route dahin führt nahe an Sirmione vorbei. Also entschlossen wir uns, den Umweg auf uns zu nehmen und dem Örtchen einen Besuch abzustatten.

Sirmione liegt am Südufer des Gardasees auf einer Halbinsel. Diese ragt etwa vier Kilometer in den See hinein. Der alte Ortskern ist unseres Erachtens sehr sehenswert. Er befindet sich am Ende der Landzunge. Dieser Ortsteil ist weitgehend autofrei, so dass man davor parken muss. Die Parkplätze unmittelbar vor dem historischen Ortsteil sind meist sehr voll. Folglich empfehlen wir, etwas weiter weg zu parken und ein paar Schritte zu Fuß am schönen Ufer entlang zu laufen.

Unser Stadtrundgang durch Sirmione

Der historische Ortskern beginnt hinter der Wasserburg der Scaliger. Diese liegt in einem großen Hafenbecken und schließt mittels ihrer Ringmauer den Ort vom Festland ab. Die Burg ist bestens erhalten, kann besichtigt werden und ist dabei auch Stadtbild prägend.

Nachdem man die Tore der Wasserburg durchschritten hat, ist man in der hübschen Altstadt. Diese ist farbenfroh und hat verwinkelte Gassen. Hübsche Geschäfte laden zum bummeln ein. Danach kann man in kleinen Restaurants sich stärken oder ein leckeres Eis von einer der vielen Eisdielen genießen. Für uns herrschte hier pures italienisches Flair.

Nachdem man die Altstadt passiert hat, kommt man zu einer der weiteren Sehenswürdigkeiten des Städtchens. Sirmione war schon zu Zeiten der Römer ein beliebter Ferienort. Damals entstanden auch drei Villen.

Von einer dieser Villen, nämlich der so genannten Grotten des Catull, sind heute noch Überreste erhalten. Entgegen dem irreführenden Namen handelt es sich dabei nicht um die Überreste einer Grotte sondern die eines ehemalige Sanatoriums mit Thermalbad. Heute ist es eine der bedeutendsten archäologischen Ausgrabungsstätten Oberitaliens.

Einer der Strände ist der hübsche Jamaika Beach. Dieser liegt ganz im Norden der Halbinsel direkt unter den Grotten des Catull. Seinen Namen verdankt er den hellen Steinplatten und dem türkisblau schimmernden Wasser. Doch Achtung: In der Hauptsaison ist er sehr überlaufen.

Nachdem wir Sirmione besichtigt hatten, fuhren wir weiter nach Arco.

10. Tag Arco

Rundreise Gardasee Verona Venedig Arco Blick zum Gardasee

Im Rahmen unserer Reisevorbereitung sind wir auf das in Arco liegende Hotel Monastero ARX VIVENDI gestoßen. Da es uns gereizt hat, einmal in einem ehemaligen Kloster zu übernachten, haben wir Arco für die letzte Station unserer Rundreise Gardasee Verona Venedig gewählt.

Der Ort mit seinen 18 Tsd. Einwohnern liegt rund 5 km nördlich vom Gardasee. Er bildet mit seiner Nachbargemeinde Riva del Garda ein gemeinsamen Siedlungsgebiet. Die Altstadt Arcos liegt an einem steilen Felsen, auf dem eine Burgruine thront. Die Burgruine erreicht man über gut ausgebaute Fußwege. Sie wurde in den letzten Jahren schön restauriert und ist unseres Erachtens empfehlenswert. Denn neben dem schöne Ausblick sieht man beispielsweise das ehemalige Gefängnis. Auch sind teilweise schöne Wandmalereien erhalten geblieben.

Arco selber empfanden wir ebenfalls als sehr schön. Auf Grund seiner Lage, etwas abseits vom Gardasee, war er auch nicht so überlaufen. Dadurch gab es kein Problem, in den Restaurants einen Platz zu finden. Und auch die Preise waren im Vergleich zu anderen Orten moderater. Daher können wir den Ort allen empfehlen, die nicht nur baden sondern auch klettern oder Mountainbike fahren wollen.

Fazit

Unsere Rundreise Gardasee Verona Venedig endet somit. Es war unsere erste Reise nach Italien.

Uns hat die Vielfältigkeit, die Freundlichkeit der Menschen, das gute Essen sowie das Flair der Städte gut gefallen.

Deswegen wir die erste Reise nach Italien sicherlich nicht die letzte gewesen sein.